DAS DORFENTWICKLUNGSPROJEKT IZZI IM ÜBERBLICK

Ziel des Dorfentwicklungsprojekts IZZI ist die Förderung von
ländlicher Entwicklung im Gebiet von Igbeagu-Izzi (Ebonyi State, Nigeria), ein Land in der Größe von ca. 40 Quadratkilometer, 70 000 Einwohner in über 40 Dörfer. Von Armut sind hier fast alle Menschen betroffen. Häufig mangelt es an der Befriedigung der dringendsten Grundbedürfnisse. Armut ist in dieser Gegend ein komplexes Geflecht aus politischen, gesellschaftlichen, historischen, institutionellen und technischen Faktoren. Das Projekt sucht Lösungen für ganz konkrete Probleme vor Ort zu finden, wo Selbsthilfe geleistet werden kann. Es geht darum, langfristig die Lebensqualität der Menschen zu verbessern.

Das einzelne Dorf wird in seinen Beziehungen zu anderen Dörfern gesehen. Die Entwicklungsprogramme orientieren sich auf den regionalen Kontext. Die Förderung der Dörfer und der Verbindung untereinander zielt langfristig darauf ab, eine regionale Entwicklung in Gang zu setzen. Die Projekte vernetzen die Dörfer. Ihre Funktion wird überflüssig, sobald regional eingeführte Maßnahmen der Regierung greifen.

Nach der Dringlichkeit bildeten sich im Laufe der Zeit verschiedene Projekte, in welchen Lösungen in Zusammenarbeit mit einheimischen
Projektmitgliedern erarbeitet wurden. So enstanden folgende Projekte: Trinkwasseraufbereitung, Basis- und Vorsorgemedizin, Verbesserung der
Landwirtschaft, Bau von leistbaren Wohnhäusern, Herstellung von zementgebundenen Lateritsteinen, Erzeugung von handbetriebenen Kolbenpumpen, Bau von belüfteten Latrinen, Schulung von Einheimischen, Hauswirtschaftsschule für Mädchen und Frauen, Errichtung des Lagerhauses als Zentrum von Aktivitäten für die Region und Erzeugung von Produkten und deren Vermarktung. Diese Projektarbeit hält sich an die vorgegebenen staatlichen Rahmenbedingungen. Ausländische Fachkräfte, welche im Rahmen der Personaleinsätze tätig sind, haben ihre Hauptaufgabe in der Beratung und der Ausbildung der lokalen Verantwortlichen für die Projekte.

Das Projekt bezieht sich in erster Linie auf die Jugend. Das sind in unserem Gebiet Personen bis zu 35 Jahren. Die Jugend bildet die Mehrheit der Bevölkerung. Viele von ihnen sind durch Arbeitslosigkeit und fehlenden Einkommensmöglichkeiten von der Abwanderung aus den Dörfern bedroht, weil sie dem unattraktiven Leben im Dorf entkommen wollen. Daher hatte die Arbeit mit Jugendlichen in ihrem dörflichen Umfeld von Anfang an Priorität. Die Entwicklungsprogramme beziehen sich auf jene Bereiche, wo Probleme vorhanden sind. Lösungsansätze haben das Ziel, das "Land" als Lebensraum vor allem für die Jugend wieder attraktiv werden zu lassen.

Schon in den ersten Jahren stellte das Dorf Ndiakpurata ein über 17 Hektar großes Stück Land zur Verfügung, das auf 99 Jahre gepachtet
wurde. Rechtsträger ist in Österreich der Entwicklungshilfeverein IZZI
und in Nigeria das "International Institute for Rural Development" (IIRD), eine "voluntary and non profit organization" mit "incorporated trustees". Das Institut hat die Statuten einer Genossenschaft. Sie wird in Zukunft von Einheimischen geleitet. Beide Vereine sind Nichtregierungs-
organisationen (NGO´s), welche zusammenarbeiten.

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